Hausbau planen
Hat man sich dafür entscheiden, ein neues Haus zu bauen, kommt einiges an Organisation auf einen zu. An erster Stelle steht die Frage, wo der Standort des neuen Heims sein soll – ein Bauplatz muss her. Primär ist dieser in einem Neubaugebiet zu finden, das von der Gemeinde / Stadt für die Errichtung von Häusern erschlossen wurde. Je nach Region und Nachfrage kann so ein Bauplatz sehr günstig sein, oder auch sehr hochpreisig. Gerade in ländlicheren Regionen und kleineren Gemeinden haben Hausbauer die Möglichkeit, an günstiges Bauland zu kommen. Die Gemeinden sind sehr daran interessiert, finanzkräftige Bürger anzulocken. Man sollte bei der Wahl des Bauplatzes jedoch darauf achten, wie der Bebauungsplan aussieht. Hier gibt es oftmals Einschränkungen, was die Geschossanzahl anbelangt. Auch dürfen nicht überall Doppelhäuser errichtet werden, und auch die gewerbliche Nutzung ist in reinen Wohngebieten oft nicht erlaubt.


© Siegfried Fries / pixelio.de

Das wichtigste bei der Planung eines Hauses ist wohl das Budget / die Finanzierung. Hier sollte man vor Kauf eines Bauplatzes und vor Baubeginn sich ausführliche Gedanken zu machen – und eine möglichst konkrete Kalkulation erstellen. Ein Profi hilft dabei, die Kosten abzuschätzen. Er kalkuliert auch Kosten ein, die dem Laien vielleicht nicht in den Sinn kommen – wie beispielsweise die Anschlusskosten an das Stromnetz, die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung. Sowie man eine ungefähre Kalkulation beisammen hat sollte der erste Weg zur Hausbank führen, bevor man sich den Bauplatz kauft und weitere Schritte einleitet. Denn hat man von dieser ersteinmal eine Finanzierungszusage, kann man entspannt an die nächsten Schritte denken – die konkrete Planung des Hauses in Zusammenarbeit mit einem Architekten und Statiker, die Erteilung des Baugenehmigung durch das örtliche Bauamt und das Beauftragen der jeweiligen Gewerke. Wobei diese Aufgaben auch ein professioneller Bauleiter übernehmen kann und vielleicht auch sollte.

Eventuell entscheidet man sich auch dafür, dass das neue Heim ein Fertighaus werden soll. Hier entfallen einige Schritte, und auch die Bauzeit an sich ist eine andere. Hier stellt der künftige Hausbesitzer in der Regel den Bauplatz und die Bodenplatte / den Keller. Die Planung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Fertighaus-Anbieter, die vorgefertigte und vorgeplante Häuser im Angebot hat, die in der Regel noch nach eigenen Wünschen modifiziert werden können – was Raumaufteilung, aber auch Innenausbau betrifft. Das Fertighaus wird im Werk vorgefertigt und innerhalb von 1-3 Tagen vor Ort zusammengesetzt. Je nachdem wie viel man sparen möchte kann man sich auch für die Variante Ausbauhaus entscheiden – und den Innenausbau selbst machen.