Der Staat hat in der Energiesparverordnung bereits gesetzlich eine energieeffiziente Bauweise vorgeschrieben. Doch auch ohne diese gesetzliche Vorgabe sind KfW 40 bw. 60 – Häuser bereits der Mindeststandard beim Hausbau. Der Trend und die technischen Möglichkeiten gehen noch weiter. 3-Liter-Haus, Niedrigenergiehaus, Passivhaus und sogar das Plus-Energie-Haus sind Häuser, der Gegenwart und insbesondere der Zukunft. Mit einer energieeffizienten Bauweise kann der Hausbesitzer seine jährlichen Energiekosten bis auf 0 senken – oder sogar ein Plus erwirtschaften. Möglich ist dies nicht nur durch eine effiziente Wärmedämmung. Beim Passivhaus ist ein Lüften mittels Wärmetauscher Standart. Auch auf die Heiztechnik sollte ein besonderes Augenmerk gelegt werden. Eine Wärmepumpe stellt zwar eine größere Anfangsinvestition dar, jedoch sind die laufenden Kosten sehr gering. Aber auch eine moderne Pelletsheizung macht den Hausbesitzer unabhängig von den Öl- und Gaspreisen. Zwischenzeitlich die Regel ist auch die Unterstützung der Heizung mittels einer Solarthermie-Anlage. Hier wird die Kraft der Sonnenenergie genutzt, um das Wasser zu erwärmen. Wer sich ein neues Haus baut, der sollte auch die Installation einer Photovoltaikanlage in Betracht ziehen. Hier wird ebenfalls die Solarenergie genutzt, jedoch nicht zur Erwärmung des Wassers, sondern zur Erzeugung von Solarstrom. Dieser kann selbst genutzt oder auch in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden – und das Beste: für beide Varianten bekommt man noch Geld vom Staat, und das garantiert. So ist es möglich, dass die Kombination von Passivhaus plus Photovoltaikanlage im Laufe des Jahres ein Plus in Sachen Energie gewirtschaftet wird. Zwar sind die Investitionskosten für diese Bauweise höher als bei einem konventionellen Haus, jedoch machen sich diese mit den Jahren bezahlt.
© Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de
Auch wer sich ein Haus kauft, sollte auf Wärmedämmung und die Heizung achten. Sind diese sehr veraltet, muss hier ggf. direkt investiert werden. Daher sollte man beim Hauskauf auf verschiedene Gegebenheiten achten und eventuell auch einen Profi oder auch Gutachter hinzuziehen. Die Dämmung des Daches, der Keller und der Fassaden sind hierbei ebenso wichtig wie die Verglasung, die Heizkörper, die Leitungen und die Heizung selbst. Aber auch, ob das Haus vielleicht unter Denkmalschutz steht. Denn dann sind Arbeiten, die einer optimaleren Wärmedämmung dienen, nicht uneingeschränkt möglich. Die Außendämmung der Fassade und der Einsatz von neuen Fenstern steht hier ggf. der Denkmalschutz entgegen.